Gamsschrei

DSC 0759

Wir lassen heute unsere Gewohnheiten hinter uns und sind auf der Nordseite der Nagelfluhkette unterwegs zum Stuiben. Zum einen weil hier sicher weniger los ist und zum anderen wegen der frühen Stunde die uns schon vor Sonnenaufgang aufbrechen lässt. Zu dieser Jahreszeit können Wanderer die Sonne erst ganz oben erleben, hier begleitet sie uns auf dem Weg hinauf. So bestaunen Banu, Aiyana und ich den Moment der ersten Strahlen, die uns umgebenden Bäume in ein goldenes Licht tauchend. Die beiden Fellnasen haben aber bald schon erste Gerüche in der Nase die es zu verfolgen gilt. Als sie die potentiellen Verursacher der Spuren erblicken erlebe ich wieder einmal wie seltsam sie sich zu verhalten scheinen. Keine Hektik, nur starren - und auch das vermeintliche "Opfer" weiß genau was jetzt geboten ist, zurück starren. Hier gibt es nichts zu sehen denke ich als die beiden Wildtiere wieder verschwunden sind und wir ebenso entspannt wie vorher unseren Weg zum Berggipfel fortsetzen. Unsere Mittagspause wird dann vom durchbrechenden Fön beendet der zwar die Temperaturen ansteigend lässt, dennoch ist es bei dem Wind nicht angenehm hier länger zu verweilen. Und auf dem Rückweg scheint es so als sei die Gams vom Vormittag zur Verabschiedung wieder aufgetaucht. Schön das wir das hier erleben durften.

Hauptmenü